Natur spüren: Unten am Fluss, hoch in den Lüften, dazwischen die Wiesen (Vitis)

Die Marktgemeinde Vitis (Bezirk Waidhofen an der Thaya) hat mit der im Süden der Gemeinde verlaufenden Thaya Anteil am Europaschutzgebiet Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft. Etwas abseits der Siedlung bieten der ursprüngliche, mäandrierende Flusslauf, extensiv genutzte Feuchtwiesen und Ufergehölze wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl an Arten. Gemeinsam mit zwei Naturvermittlerinnen aus dem UnterWasserReich Schrems unter Leitung von DI Angelika Ebhart entdecken die SchülerInnen der 1. und 2. Klasse NMS Vitis den Lebensraum Fluss und seine Bewohner hautnah.


 

„Für die Kinder war es ein ganz besonderes Erlebnis , wie vielfältig unsere Natur und vor allem die Thaya in unmittelbarer Nähe ist."

Anette Töpfl, Bürgermeisterin Vitis

 

 

 

„Das Entdecken des Lebensraumes Thaya in unserer unmittelbaren Schulnähe hat meine Schülerinnen und Schüler genau wie mich sehr begeistert und wir waren mit Freude dabei, die wunderbare Tier- und Pflanzenwelt in und am Fluss zu erforschen."

Sandra Brandstetter, Klassenlehrerin NMS Vitis

 

 


Vitis: Natura-2000-Information

24. Februar 2022

Wisst ihr eigentlich, was sich in den Gewässern vor unserer Haustür alles tummelt?" Das fanden nicht nur die SchülerInnen der 1. und 2. Klasse der Mittelschule in Vitis bei der Exkursion zur Thaya im September heraus, sondern jetzt auch alle anderen SchülerInnen der NMS und VS Vitis, sowie deren Eltern. Begleitend zur Exkursion wurde ein Plakat gestaltet, das das Natura 2000-Gebiet und einige der dort vorkommenden Arten vorstellt.

Das Plakat hängt in den Schaukästen vor der Schule sowie an verschiedenen Stellen im Schulgebäude, um möglichst vielen Menschen die Naturschätze vor unserer Haustür näher zu bringen, und zu eigenen Beobachtungen und Naturerlebnissen zu animieren. Es findet sich auch hier!

Auch die Gemeinde Vitis berichtet auf ihrer Website ausführlich über die Exkursion der SchülerInnen zur Thaya sowie über die Besonderheiten des Natura 2000-Gebiets.

 


Vitis: Natur spüren am Fluss

14. September 2021

Unter dem Titel "Natur spüren - Unten am Fluss, hoch in den Lüften, dazwischen die Wiesen" entdeckten die 27 SchülerInnen der 1. und 2. Klasse der NMS Vitis die Thaya und die angrenzenden Gehölzstreifen und Feuchtwiesen als wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten. Begleitet wurde der Exkursionsvormittag von zwei Naturvermittlerinnen des UnterWasserReich Schrems.

Gemeinsam mit den beiden Naturvermittlerinnen machten sich die SchülerInnen und zwei Pädagoginnen in Gummistiefeln auf den Weg zur Thaya, die in etwa 500 m Entfernung zur Schule fließt. Während der Wanderung entlang des Flusses entdeckten die SchülerInnen Spuren von Biber und Fischotter und erfuhren Spannendes zur Lebensweise der beiden Tiere. Auf einem Masten am Rand der Siedlung war ein Storchennest zu sehen, in dem regelmäßig ein Storchenpaar brütet. Bei unserem Besuch waren keine Tiere mehr anzutreffen, die Brut dürfte in diesem Jahr durch starken Hagel im Frühsommer gestört worden sein. Zum Storch hat die Gemeinde eine besondere Beziehung, da er auch auf dem Wappen zu sehen ist.

Die Wanderung führte vom begradigten Teil der Thaya zu einem naturnahen Abschnitt. Entlang des Flusses wurde der Unterschied zwischen extensiv genutzten Feuchtwiesen, die auch im September noch eine Vielzahl an blühenden Pflanzen aufwiesen und intensiv genutztem Grünland deutlich. Die SchülerInnen lernten dabei den spannenden Lebenszyklus des Wiesenknopf-Ameisenbläulings kennen und erfuhren, was die Bewirtschaftung der Wiesen mit dem Vorkommen des Schmetterlings zu tun hat. Die SchülerInnen lernten auch, dass Bachwiesen nicht nur wertvolle Lebensräume sind, sondern auch als Hochwasserschutz für unsere Siedlungen eine wichtige Rolle spielen.

Nach einem kurzen Picknick am Ufer der Thaya wurden die Kescher ausgepackt und die SchülerInnen machten sich mit Gummistiefeln im flachen Wasser auf die Suche nach Insketenlarven, Muscheln und anderen Kleinlebewesen. Die gefangenen Tiere wurden in Becherlupen und durchsichtigen Kübeln gesammelt und anschließend gemeinsam bestimmt. Die Naturvermittlerinnen erzählten spannende Details zur Lebensweise der gefundenen Arten. Im Anschluss wurden die bestaunten Tiere wieder freigelassen und der Rückweg Richtung Schule angetreten.

Die Presseaussendung dazu findet sich hier!