Anpacken Lebensraumschutz: Götterbaum entfernen in der Stockerauer Au

In der Harten Au (Eichen-Ulmen-Eschenauen) im Naturschutzgebiet "Stockerauer Au" (Bezirk Korneuburg) breitet sich in den letzten Jahren vermehrt Götterbaum aus, ein invasiver Neophyt, der die Verjüngung der typischen Augehölze stellenweise stark beeinträchtigt. In diesem Projekt laden naturschutzakademie.at und die Gemeinde Stockerau, unter Bürgermeisterin Andrea Völkl gemeinsam mit dem Leiter des städtischen Bauhofs, Franz Els, die Bevölkerung ein, bei einem Pflegeeinsatz zur Reduktion der Götterbäume selbst Hand anzulegen. Dabei werden auch andere Maßnahmen zur Erhaltung des Auwalds vor dem Hintergrund des Eschentriebsterbens thematisiert.


„Das ist ein tolles Vorzeigeprojekt für diese Stadt. Es freut mich, dass die Leute erfassen, dass das Naturschutzgebiet ein wichtiger Lebensraum ist und dass die heimischen Arten gestärkt werden.“

 

Mag.(FH) Andrea Völkl, Bürgermeisterin Stockerau

 


Stockerau: Anpacken ging erfolgreich in die 3. Runde!

17.10.2020

Bereits im 3. Jahr in Folge kam die Stockerauer Bevölkerung dem gemeinsamen Aufruf der Gemeinde und naturschutzakademie.at nach, anzupacken! Heuer zeigte sich schön, wie sehr die Bestände des Götterbaums durch die Maßnahmen der letzten beiden Jahre schon reduziert wurden. Diesmal entfernten die Freiwilligen Wurzelschösslinge und Sämlinge mit Grabgabeln. Die Bedingungen dafür waren optimal: Da es in den Tagen zuvor viel geregnet hatte, war der Boden weich, und die Arbeit ging vergleichsweise leicht von der Hand! Es blieb zwar während des Einsatzes nicht ganz trocken, doch die fleißigen Freiwilligen waren mit viel Energie dabei und trugen es mit Humor. "Es hat echt Spaß gemacht!" versicherten alle bei der abschließenden gemeinsamen Jause. Bürgermeisterin Andrea Völkl, Stadtrat Dietmar Pfeiler und der Leiter des Bauhofs freuten sich über die vielen Freiwilligen und packten auch selbst kräftig an (Fotos: Stoffelix und naturschutzakademie.at)! Hier geht es zum Bericht der NÖN.

 


Nachlese: 2. Götterbaum-Anpacken in der Stockerauer Au!

28.09.2019

Nach dem ersten erfolgreichen „Anpacken“ im November 2018 folgte am 28. September die Nachpflege. Heuer war es schon viel einfacher als letztes Jahr, die Helfer konnten sich auf den jungen Nachwuchs konzentrieren. Trotz Regen wurde fleißig gearbeitet. Danke an die fleißigen Helferinnen und Helfer!

Im nächsten Jahr wird nach Möglichkeit zusätzlich zum Freiwilligeneinsatz auch ein neu am Markt verfügbares biologisches Mittel („Ailantex“), gewonnen aus dem Welkepilz (Verticillium nonalfalfae), getestet. „Im Stadtgebiet konnten wir heuer erste vielversprechende Versuche starten“ ist Franz Els, Leiter des Bauhofs, optimistisch. Selbst wenn die Anwendung dieses Mittels im Naturschutzgebiet zugelassen wird, werden die manuellen Einsätze dennoch weiterhin notwendig sein.


Einladung zum 2. Anpacken in der Stockerauer Au

13.09.2019

Nach der erfolgreichen Aktion im Herbst 2018 findet nun am Samstag, den 28. September die Nachfolge-Aktivität statt! Ziel ist es, den Aufwuchs mit Götterbaum, einer invasiven Gehölzart, die die Artenvielfalt in der Au bedrängt, nachhaltig einzudämmen. Eingeladen sind alle, die gerne mithelfen möchten! Beginn ist um 9:00 Uhr, Details finden Sie in der Stockerauer Stadtzeitung auf Seite 2.

 


Nachlese: „Es ist großartig, dass hier alle zusammenarbeiten!“

24.05.2019

Das befand die Stockerauer Bürgermeisterin Andrea Völkl bei der Begrüßung der Teilnehmer/innen an der Nach-Exkursion zum „Götterbaum entfernen“, die im Rahmen der NÖ-weiten Naturland-Wanderungen zum Tag der Artenvielfalt stattfand. Julia Kelemen-Finan stellte typische Aubewohner vor, von den großen Bäumen bis zu den kleinen Insekten auf der Wiese (ein Distelfalter fand einen feinen Nasenplatz). Franz Els, Leiter des städtischen Bauhofs, zeigte, wie man kranke Eschen schon am Stammfuß erkennt und wie die Eichenverjüngung gefördert wird, und präsentierte uns stolz einen besonders schönen, alten Feldulmenbestand in der Au.

Völkl: „Wir wollen auch weiterhin mit der Naturschutzakademie und der ENU zusammenarbeiten!“, und Franz Els rief auf: „Kommenden Herbst laden wir wieder Alle zum Mitmachen bei der Götterbaum-Aktion ein!“

© Fotos 1, 15-19: Regina Engelbrecht (ENU)


Einladung: Natur erleben im Naturschutzgebiet Stockerauer Au“

12.04.2019

Anfang November 2018 wurden beim „Anpacken“ im Naturschutzgebiet Stockerauer Au (Europaschutzgebiet Tullnerfelder Donauauen) mit Hilfe zahlreicher Freiwilliger viele Götterbäume entfernt (siehe Nachlese vom 3.11.2018). Bei diesem Streifzug durch den Auwald möchten wir einen Blick darauf werfen, wie sich die Entfernung dieser Neophyten auf den Auwald ausgewirkt hat.

Darüber hinaus werden wir die Artenvielfalt im Auwald erkunden: was sind die typischen Auwaldbäume? Welche Kräuter wachsen im Wald und auf den Wiesen? Welche Tiere gibt es zu entdecken?“

Die Veranstaltung findet am 24. Mai zwischen 15:00 und 17:00 Uhr statt. Hier gibt´s nähere Informationen!


Nachlese: Anpacken! Götterbaum entfernen in der Stockerauer Au

22.11.2018

Fast 70 Bürger/innen folgten dem gemeinsamen Aufruf von naturschutzakademie.at und dem Städtischen Bauhof Stockerau! Nicht nur der Eifer und die gute Stimmung waren beeindruckend, auch die Altersverteilung der Freiwilligen: alle waren da, vom 5jährigen Kind bis zu Oma & Opa, sogar eine ganze Jugendgruppe zerrte, grub und schabte mit! Ziel war es, den Götterbaum (Ailanthus altissima), einen invasiven Neophyten, der sich nach Entfernung kranker Eschen an den offenen Bodenstellen im Auwald stark ausbreitet, zurückzudrängen. Nach zwei Stunden schweißtreibender Arbeit in Kleingruppen war das Ziel erreicht: „Alles erledigt!“ Ing. Franz Els, Leiter des Städtischen Bauhofs Stockerau: „Ich bin begeistert, wie viel wir innerhalb kürzester Zeit geschafft haben!“ Und im Nachsatz: „Es ist schön zu sehen, welche Bedeutung die Natur hier für die Leute hat!“

 


„Meine Erwartungen wurden weit übertroffen! Die vielen Freiwilligen wussten über die Bedeutung des Naturschutzgebietes vorher nicht Bescheid. Die Leute sind hoch motiviert, waren beim Einsatz kaum zu stoppen und identifizieren sich nach wie vor mit der Rettung der Au.“

Ing. Franz Els, Leiter des Bauhofs Stockerau