Naturschätze in meiner Gemeinde: Federgrassteppen, artenreiche Magerwiesen und Fieberklee-Feuchtwiesen erfahren (Raxendorf)

Die Gemeinde Raxendorf (Bezirk Melk) hat mit seiner landschaftlichen Vielgestaltigkeit und einer außergewöhnlichen Höhenerstreckung mit Seehöhen von 360 bis über 900 m eine Vielzahl an naturschutzfachlichen Besonderheiten zu bieten. So gibt es von Federgrassteppen über artenreiche Magerwiesen bis zu Fieberklee-Feuchtwiesen ein breites Spektrum an bedeutenden Grünland-Lebensräumen in den vier anteiligen Europaschutzgebieten der Gemeinde. Bürgermeister Ing. Johannes Höfinger – selbst ausgebildeter Naturvermittler – möchte das Bewusstsein der GemeindebürgerInnen durch Fachinformationen und eine geführte Wanderung erhöhen und wird dabei vom Landschaftsökologen Reinhard Kraus unterstützt.


 

„Die Teilnehmer waren erstaunt, welche Schätze, Besonderheiten - man kann schon sagen Raritäten - sich in unserer Gemeinde finden lassen. Es war den Wenigsten bewusst, welche Vielzahl an seltenen Pflanzenarten da so an den verschiedensten Plätzen verborgen sind. Sie und ich waren begeistert von der Wanderung, und vor allem können wir nun weitererzählen und den Rest der Bevölkerung darauf aufmerksam machen, diese Kostbarkeiten der Natur für unsere Nachkommen zu bewahren.“

Ing. Johannes Höfinger, Bürgermeisterin Raxendorf

 


Raxendorf: Nachlese zur Sommerwanderung!

12. Juli 2021

Bei optimalen Wanderwetter kamen am 9. Juli 2021 rund 25 Interessierte der Einladung von Bürgermeister Johannes Höfinger zu einem Spaziergang zu den Naturschätzen im Gemeindegebiet unter der Leitung von DI Karin Schmid, Regionalkoordinatorin Schutzgebietsbetreuung Mostviertel und DI Reinhard Kraus, Fachexperte und Schutzgebietsbetreuer nach.

Raxendorf hat Anteil an vier Europaschutzgebieten mit einer Vielzahl an Lebensräumen und seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Auf einer Rundwanderung von Heiligenblut über Zehentegg und Walkersdorf konnte eine Reihe dieser kostbaren Schutzgüter entdeckt werden. Im naturnahen Buchenwald konnten Orchideen wie das Rote Waldvögelein, die Mücken-Händelwurz oder der Braunrote Waldstendel bewundert werden. Auf den Trockenrasen der ehemaligen Hutweiden blühte das Federgras, der Goldlack und der Wachtelweizen – Pflanzenarten, die ansonsten nur in der Wachau zu sehen sind.

DI Reinhard Kraus erläuterte die Überlebensstrategien der Trockenrasenpflanzen und die Geschichte der Trockenrasen sowie die aktuelle Situation des Schutzgebietsmanagements. DI Christian Steiner, Leiter der Abteilung Landentwicklung bei der NÖ Agrarbezirksbehörde, ergänzte die Exkursion mit Informationen über die Möglichkeiten der Förderung von Maßnahmen zum Erhalt der vielfältigen kleinteiligen Kulturlandschaft in Raxendorf.

DI Steiner: „Aufgrund des ausgeprägten Reliefs sind die Bewirtschaftungseinheiten durch deutliche Geländekanten und Böschungen untergliedert, die vielfach mit Gehölzen bestockt sind. Steile Wiesen, die oft wenig Ertrag versprechen, werden nicht mehr genutzt und beginnen zu verbuschen. Ein mögliches Anreizmodell für eine Weiterführung der bäuerlichen Nutzung ist der sogenannte „Abgestufte Wiesenbau“ – das neue Agrar-Umweltprogramm ÖPUL ab 2023 könnte hier geeignete Abgeltungen vorsehen!“

Nähere Informationen dazu in der Presseaussendung.

In der aktuellen Gemeindezeitung. wird ausführlich über die Schutzgebiete und Naturlandschätze in Raxendorf informiert.


Raxendorf: Eine Sommerwanderung zu den Naturschätzen vor der Haustür!

14. Juni 2021

Nach der langen Phase des Lockdowns ist die Sehnsucht an der Fahrt in den Urlaub natürlich sehr groß. Aber nicht nur in fernen Gefilden kann die Lust nach Entdeckungen gestillt werden, auch vor der eigenen Haustür gibt es Naturschätze, die wohl vielen Leuten nicht bekannt sind.

Raxendorf hat Anteil an vier Europaschutzgebieten. In der Gemeinde befinden sich Trockenrasen mit Federgras, wie sie in der Wachau anzutreffen sind und Feuchtwiesen mit Fieberklee, die eher dem rauen Waldviertel zugeordnet werden können. Die vielfältige kleinteilige Kulturlandschaft mit Wiesen, Feldern und Hecken bietet hohe Biodiversität und reiche Erkundungswelten.

Am 9. Juli führt der Landschaftsökologe Reinhard Kraus bei einer Rundwanderung zu verschiedenen Naturjuwelen im Gemeindegebiet, die von höchster Bedeutung für den Erhalt einer vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft sind: Vom naturnahen Buchenwald mit Orchideen wie dem Roten Waldvöglein und dem Frauenschuh bis zu verschiedenen Trockenrasen, die eine Vielzahl an seltenen Tier- und Pflanzenarten der osteuropäischen Steppenlandschaften beheimaten. Wir werden etwas über die reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt der Lebensräume erfahren und über die Aktivitäten des Landes Niederösterreich zur Sicherung der Schutzobjekte informiert werden.

Nähere Informationen dazu in der Gemeindezeitung.