Naturschätze in meiner Gemeinde: Naturnahe Bewirtschaftung der Auwälder an der Donau (Persenbeug-Gottsdorf)

Die naturnahen Auwälder der Gemeinde Persenbeug-Gottsdorf (Bezirk Melk) sind Teil des Europaschutzgebietes „Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse“. Sie sind durch standortfremde Baumarten und Neophyten bedroht. Ökologe Reinhard Kraus und Bürgermeister Gerhard Leeb setzen sich für die Erhaltung dieses Lebensraumes ein. In einem ersten Schritt wollen sie ein Bewirtschaftungskonzept erarbeiten, das auf die Verbesserung des Erhaltungszustandes der Auwälder und ihrer Schutzgüter abzielt.


 

„Eine lebenswerte Gemeinde und Naturschutz gehören für mich zusammen. Deshalb ist die Rückführung von diesem Teil unseres Gemeindewaldes in einen standortgemäßen Auwald ein wichtiger Schritt.“

Gerhard Leeb, Bürgermeister Persenbeug-Gottsdorf

 


Persenbeug: Vorstellung des Pflegekonzeptes gemeindeeigener Auwald

16. Juni 2021

Die Auwald-Flächen an der Donau zwischen Gottsdorf und Hagsdorf stellen wichtige Lebensräume im Europaschutzgebiet „Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse“ dar. An der Stauwurzel des Kraftwerks Melk gibt es noch naturnahe Uferbereiche und Auwaldreste, wie sie in weiten Teilen des Nibelungengaus nicht mehr zu finden sind.

Bürgermeister Gerhard Leeb und die Gemeinde Persenbeug-Gottsdorf übernehmen Verantwortung für den Erhalt ihrer Naturschätze. Nach einer ersten naturschutzfachlichen Beratung wurde nun ein Pflegekonzept für die gemeindeeigenen Auwaldflächen an der Donau durch den Landschaftsplaner DI Reinhard Kraus erarbeitet und am 30. Juni der lokalen Einwohnerschaft im Beisein von VertreterInnen der Gemeinde sowie der viadonau bei einer Begehung vorgestellt.

Vorrangiges Ziel der geplanten Maßnahmen ist die Verbesserung des Erhaltungszustands der Auwälder, die als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten aber auch als wichtiges Naherholungsgebiet fungieren. Der bestehende naturnahe Auwald mit Eichen, Linden, Ulmen und Pappeln soll erhalten bleiben und Robinien und Eschenahorn, die als Neophyten nicht standortsheimisch sind, entfernt werden. Entlang der Donauufer wird die Gemeinde dabei auch von der viadonau unterstützt. Die wunderbare Allee aus Altbäumen entlang des Treppelweges soll erhalten bleiben. Gefährdungen durch herabstürzende Äste sollen durch rechtzeitige baumchirurgische Maßnahmen minimiert werden, sodass Fällungen in Zukunft weitgehend vermieden werden können.

Der Kiefernforst soll sukzessive in einen standortsgemäßen Auwald umgewandelt werden. Dabei werden die bestehenden Kiefern streifenweise entfernt und damit der Wald aufgelichtet, um den schon bestehenden Laubbaumunterwuchs zu fördern. Zusätzlich werden heimische Auwaldbäume ausgepflanzt. Das Konzept soll in den nächsten Jahren mit Fördermitteln des Waldumweltfonds umgesetzt werden. BGM Leeb: „Eine lebenswerte Gemeinde und Naturschutz gehören für mich zusammen. Deshalb ist die Rückführung von diesem Teil unseres Gemeindewaldes in einen standortgemäßen Auwald ein wichtiger Schritt.“  Forstexperte Univ.-Prof. DI Dr. Hans-Peter Lang aus Wieselburg lobt das Engagement des Bürgermeisters und die vorbildliche Einbindung der lokalen Bevölkerung in die Vorhaben.

Die Presseaussendung dazu findet sich hier!

 


Persenbeug-Gottsdorf: Einladung Auwaldbegehung - Naturschätze in meiner Gemeinde

16. Juni 2021

Auwälder zählen zu EU-weit geschützten besonders bedeutenden Lebensräumen. Die Donau und ihre Uferbereiche in Gottsdorf liegen im Europaschutzgebiet „Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse“. Die Gemeinde Persenbeug-Gottsdorf übernimmt Verantwortung beim Erhalt ihrer Naturschätze.

Nach einer ersten naturschutzfachlichen Beratung wurde ein Pflegekonzept für den gemeindeeigenen Auwald an der Donau durch den Landschaftsplaner DI Reinhard Kraus erarbeitet, dass bei der Begehung vorgestellt und diskutiert wird. Vorrangiges Ziel des Konzepts ist die Verbesserung des Erhaltungszustands dieses wichtigen Naturraumes.

Konkrete Informationen und die Einladung für den 30. Juni 2021 gibt´s hier!