Kein Ende, sondern erst der Anfang für die Fledermäuse in Pöchlarn!

27. April 2022

Begleitet von einem großen Schwarm an Rauchschwalben, die sich gerade auf dem Zug zu ihren "Sommerplätzen" befinden, treffen wir im Brunnenschutzgebiet ein. An vielen Ecken und Hecken blüht es bereits. Regenwürmer und Frösche sind unterwegs - obwohl der angesagt Regen zu unserer Freude auf sich warten lässt. Es kreucht und fleucht! Und mittendrin die Schüler und Schülerinnen der 4B der Öko Schule Pöchlarn, die Lehrerinnen Linda Wögerer und Sandra Timpel, sowie Umweltgemeinderat Benjamin Wippel-Fasching und die Gemeindearbeiter Maximilian, Paul und Philip. Alle sind sie schon fleißig dabei den Fledermausbehausungen den letzten Schliff zu geben und das Fledermausprojekt "abzuschließen".

Die großen Fledermauskästen werden auf der Unterrichtshütte, die kleineren Kästen an geeigneten Bäumen montiert. Die Schüler und Schülerinnen wissen, dass ein freier Anflug zu den Kästen für die Fledermäuse sehr wichtig ist. Daher bietet sich eine Anbringung auch jetzt noch an, wenn die Sträucher und Bäume schon mit Blättern und Blüten bedeckt sind. So sind die Lücken und freien Anflüge leichter zu entdecken.

Vielen Dank allen für die großartige Unterstützung, der Gemeinde und vor allem den Schülern und Schülerinnen für die tolle Arbeit, die sie geleistet haben. Unermüdlich nahmen sie auch gleich wieder das Gartenwerkzeug in die Hand und ließen sich beim Stutzen der Büsche und Sträucher nicht aufhalten.

Aber eines ist sicher: Das Projekt und die Fledermäuse werden sie noch länger in Erinnerung behalten! Und wir hoffen, dass sich die Fledermäuse bald in ihre neuen Behausungen einquartieren werden. Dazu braucht es allerdings auch immer wieder eine Nachschau, ein Freischneiden der Anflugsöffnung und natürlich ausreichend Insekten in der Umgebung. Es ist schön zu wissen, dass in Pöchlarn sowohl die Gemeinde als auch die Öko Mittelschule gemeinsam daran arbeiten! Daher ist dieser Baustein, nur "ein kleiner" Teil eines Gesamtprojektes, das vor drei Jahrzehnten seinen Anfang nahm. Und all jene, die es initiiert, daran mitgewirkt und mitgearbeitet haben, können Stolz sein.

Tipp: Einzelnen Fledermäusen ist mit dieser Aktion geholfen! Die Weibchen benötigen mit ihren Jungtieren allerdings langfristige Lösungen. Ein Kasten ist daher kein vollständiger Ersatz für ein eigentliches Fledermausquartier! Daher sollte im Vordergrund immer auch der Erhalt von Fledermausquartieren stehen! Unterschiedliche Fledermausarten benötigen unterschiedliche Quartiere: Bäume, Häuser, Spalten, Dachböden, Höhlen, usw. ... die Vielfalt macht es aus!