Leitzersdorf: Projekt ist genehmigt!

7. Oktober 2021

Die Gemeinde Leitzersdorf ist hoch erfreut: Das Genehmigungsschreiben der Abteilung Naturschutz des Amts der NÖ Landesregierung für das Projekt „Kulturlandschaft gemeinsam erhalten am Waschberg“ (Maßnahme Naturschutz im Programm der Ländlichen Entwicklung) trifft am 7. Oktober in der Gemeinde ein! Der Antrag wird mit vollem Inhalt und Umfang genehmigt, es sind auch keine Nachbesserungen nötig. Jetzt kann die Arbeit losgehen – der erste große Pflegeeinsatz ist bereits für November geplant!

Damit ist der Baustein im Rahmen der „Naturlandschätze“ abgeschlossen. Hier ist der Bericht über die Projekt-Einreichung in der Leitzersdorfer Gemeindezeitung.

 


Jedenspeigen: Naturerlebnis im Europaschutzgebiet March-Thaya-Auen

30. September 2021

„Wie begrüßen sich die Frösche?!?“ Sogleich schickten die 27 Kinder der VS Jedenspeigen ein lautes QUAAAAK in die Begrüßungsrunde – und los ging es Richtung March-Thaya-Auen. Unterwegs haben wir uns gleich einmal angeschaut, wo sich Tiere im Ort wohlfühlen. Genau, dort, wo die Natur noch ein bisschen wild sein darf, gibt es genügend Futter und auch Versteckmöglichkeiten. In der Au tauchten die jungen Forscherinnen und Forscher dann ein in die Welt der Insekten und Amphibien. Das Beobachten lebender Tiere ist immer ein Highlight! Niemand hatte zuvor schon eine Knoblauchkröte aus der Nähe betrachten oder einen Donau-Kammmolch auf der eigenen Hand spüren können. Und auch rund um die Insekten gab es viel Neues für alle Beteiligten. „Fressen Biber Chips?“ Natürlich nicht! Aber vielleicht Fische? NEIN! Anhand eines Biber-Schädels konnten die Naturvermittlerinnen Franziska Denner und Ute Nüsken die Fressgewohnheiten des großen Nagers genau erklären. Zum Abschluss gestalteten die Kids kleine Au-Tiere aus Naturmaterialien, der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt…

Rundherum ein schöner Vormittag, der nun im Unterricht auch nachbearbeitet wird.

Hier auch ein Bericht in der lokalen Presse.

Weitere Informationen finden sich auch in der Gemeindezeitung!

 


Eichkogel: Abschlussfest mit Übergabe des Naturvielfaltkalenders!

24. September 2021

Noch einmal stellten die Schülerinnen und Schüler der mittlerweile 4a-Klasse ihre Kompetenzen unter Beweis – sowohl in Sachen Naturkenntnis als auch im Auftreten. Lilly, Amy Lolly, Marlies, Julia, Sarah, Lilia, Janina und Martin gaben schlagfertige Antworten auf die Fragen von Pädagoge Herfried Weiss und Projektleiterin Julia Kelemen-Finan und sorgten damit für einen kurzweiligen Abend. Wie etwa auf die Frage, ob das Bestimmen der Tiere und Pflanzen schwierig gewesen sei: „Nein, Ihr habt uns ja geholfen!“

Herfried Weiss, der den Abend als erweiterten Elternabend (aufgrund Corona für eine geschlossene Gesellschaft: siehe Einladung hier) in der Aula perfekt organisierte und hunderte Fotos auf der Leinwand im Hintergrund laufen ließ: „Wir haben 1500 Fotos von Euch Schülerinnen und Schülern bekommen, davon 1200 gute!“ Kein Wunder, dass die Auswahl, welche 20 davon nun in den Vielfaltkalender kommen, schwierig war!

Am Ende durften die Schülerinnen den geheimnisvollen roten Koffer öffnen und den darin enthaltenen Vielfaltkalender, einen Leporello mit Fotos der Arten von und mit den Schüler*innen, an alle Anwesenden verteilen.

Stadtrat Dr. Leopold Lindebner hielt eine schöne Ansprache und stellte seitens Stadt Mödling auch ein Buffet für den Ausklang bereit, bei dem sich die zahlreich erschienenen Schüler*innen, Eltern, Padagog*innen, Ehrengäste (darunter Vertreter der Stadtregierung, der Obmann des Schöffelvereins DI Bernd Skyva und die ehemalige Direktorin Dr. Brigitte Mayerhofer), austauschten.

Mehr Details zum Abschlussabend finden sich hier in der Pressemitteilung. Den Vielfaltkalender sehen Sie hier: Seite 1 & Seite 2

Das Projekt wurde seitens Projektbetreuung auch im Rahmen der Aktionstage Nachhaltigkeit (18.9.-8.10.2021) eingereicht, worüber sich die Schüler*innen sehr freuten. Siehe hier!

 


Pöchlarn: Öko MS ganz im Zeichen der Fledermaus!

20. September 2021

Montag der 20. September war in der Öko MS Pöchlarn ganz im Zeichen der Fledermaus. Vormittags erhielten die 1. bis 4. Klassen einen Vortrag über die Biologie und Ökologie der Fledermäuse. Am Abend spazierten wir mit den Öko-Schülern und Öko-Schülerinnen der 3. und 4. Klassen durch das Brunnenschutzgebiet. Ausgestattet mit einem „Batdetektor“ gingen wir auf Lauschangriff und wurden fündig. Etliche Fledermäuse flogen um unsere Köpfe und eine verfing sich sogar in einem unserer Netze. Sofort befreit, wurde sie nach näherer Betrachtung als Bartfledermaus (Myotis mystacinus) bestimmt. Diese Art lässt sich nur anhand bestimmter morphologischer Merkmale nachweisen. Die Rufe überschneiden sich mit jenen der Brandtfledermaus und können nicht eindeutig getrennt werden.

Damit haben wir aktuell (September 2021) definitv 9 Fledermausarten im Brunnenschutzgebiet nachgewiesen! Hier geht´s zum Beitrag in der "NÖN"!

Die Bartfledermaus gehört ebenfalls zu unseren kleinsten Vertreterinnen der heimischen Fledermausarten. Sie ist generell eine sehr lebhafte Art, die ein vielfältiges Lebensraum- und Nahrungsangebot nutzt. Ihre Jagdgebiete liegen in Wäldern, im Siedlungsbereich in naturnahen Gärten oder in der Nähe von Gewässern mit Uferbewuchs. Ähnlich wie die Zwergfledermaus ist sie vorwiegend hinter Holzverschalungen, aber auch hinter Fensterläden oder sonstigen Spalten an Gebäuden zu finden. Als Ersatzquartiere werden gerne Fledermausbretter angenommen.

Hier gibt´s mehr Details zur Bartfledermaus!

Um den Pöchlarner Fledermäusen auch im Brunnenschutzgebiet ausreichend Quartiermöglichkeiten zu bieten, werden von den Schülerinnen und Schülern Ersatzquartiere in Form von Fledermausbrettern gebastelt. Die Winterzeit ist dafür ideal, da die Fledermäuse sich nun in ihre Winterquartiere zurückziehen und erst im Frühjahr, wenn es wieder wärmer wird, langsam wieder auftauchen.


St. Georgen: Naturschutz wird ab jetzt großgeschrieben

18. September 2021

Um auch die Anreise umweltfreundlich zu gestalten, schwang man sich aufs Fahrrad! Bevor es losging, wurde von der Biologin Heidemarie Moser-Sturm im Rahmen einer Präsentation im Gemeindesaal Wichtiges zu den Schutzgütern erklärt: Faktoren zum Erhalt und Vorschläge zur Zustandsverbesserung wurden besprochen und auf die Gefährdung der schützenswerten Lebensräume hingewiesen. Die Präsentation gibt es hier zum download!

Dann gings los und Groß und Klein radelten los, um die Naturschätze der Heimat zu entdecken: Naturbelassene Bachverläufe, die als „Grüne Linien“ wichtige Lebensraum - Vernetzungsstrukturen in bewirtschafteten Räumen bilden wurden besucht und die Artenvielfalt im Strauch - und Baumgürtel entdeckt: Als „Naturdetektive“ konnten die Teilnehmenden mit Steckbriefen „ihren“ Baum finden. Im Auwald konnte die intakte Struktur als dichtes „Dschungelfeeling“ hautnah erlebt werden und Moser-Sturm klärte über die Bedeutung gesunder Auwälder, alter Baumriesen, Totholz und die Bedrohung durch Neophyten – eingeschleppter Pflanzenarten – auf. Der letzte Exkursionsstandort führte zu den Heißländen der Doisau: Spezielle Magerrasen, die mit ihrem Orchideenvorkommen einen überregionalen Stellenwert in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Region haben.

Hier konnte mit Becherlupen nach der seltenen, hier lebenden Gottesanbeterin gesucht werden! Ein wesentlicher Faktor zum Gedeihen dieses Lebensraumes ist die jährliche Mahd (mit Entfernung des Mähguts), die bereits durchgeführt wird. Die Bedeutung möglicher benachbarter „Zukunftsflächen“ wurden hervorgehoben und weiter thematisiert, wie künftig die Pflege organisiert werden kann.

Als Abschluss gabs im benachbarten Brunnenschutzgebiet eine gschmackige Jause, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde und die sich alle Teilnehmenden bei strahlendem Sonnenschein schmecken ließen.

„Jetzt lebe ich schon so lange da in St.Georgen und habe gar nicht gewusst, welche Schätze es in meiner Gemeinde gibt!“ freute sich eine Teilnehmerin. „Es ist wichtig, ökologisch wertvolle Flächen zu erhalten - und dazu ist es notwendig, dass man überhaupt weiß, wo sie sind! Super, dass dieses Projekt veranstaltet wurde“, so ein anderer Teilnehmer.

Besonders erfreulich ist, dass das Projekt „Naturschätze“ von der Gemeinde St. Georgen als Startschuss für bewussten Einsatz für den Naturschutz genommen wurde: St. Georgen wollte noch „mehr tun“! Um ein vollständiges Bild naturschutzrelevanter Flächen im Gemeindegebiet zu erhalten wurde eine Kartierung aller Naturschätze initiiert, in der ökologisch wertvolle Bereiche St. Georgens erfasst und künftig bei baulichen Planungen berücksichtigt werden sollen.

Die Presseaussendung dazu findet sich hier!

 


Loosdorf: Naturvielfaltkalender startet!

16. September 2021

„Braucht Ihr noch eine Jause?“ „Ja, mit leerem Magen kann man nicht gut arbeiten!“ ruft Gregor. Kein Wunder, die 50 Kinder der beiden 1. Klassen der Mittelschule Loosdorf hatten ja einen ganz schön langen Anmarsch bis zum Eingang ins Schutzgebiet. Aber danach geht es gleich los: Nach einem kurzen Einführungsspiel teilen sich die Kinder in Gruppen auf und erkunden Pflanzen und Tiere der Umgebung. Besonders spannend ist die Insektenwelt an diesem schönen Spätsommer-Vormittag: in Windeseile entdecken die Kinder eine Menge Heuschrecken, von der coolen Schiefkopfschrecke bis zu vielen sprungfreudigen Grashüpfern, und auch bunte Wanzen gaben sich ein Stelldichein. Direktorin Silvia Guckler, die gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Vasku die Kinder begrüßt: „Das ist der perfekte Einstieg für die Kinder in das neue Schuljahr!“

Das Ergebnis am Ende des Ausflugs kann sich sehen lassen: wir haben schon 34 Tier- und Pflanzenarten entdeckt!

Hier in der Presseaussendung finden Sie mehr Details zum 1. Termin, und die Gemeinde Loosdorf berichtet hier auf ihrer Website.

 


Vitis: Natur spüren am Fluss

14. September 2021

Unter dem Titel "Natur spüren - Unten am Fluss, hoch in den Lüften, dazwischen die Wiesen" entdeckten die 27 SchülerInnen der 1. und 2. Klasse der NMS Vitis die Thaya und die angrenzenden Gehölzstreifen und Feuchtwiesen als wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten. Begleitet wurde der Exkursionsvormittag von zwei Naturvermittlerinnen des UnterWasserReich Schrems.

Gemeinsam mit den beiden Naturvermittlerinnen machten sich die SchülerInnen und zwei Pädagoginnen in Gummistiefeln auf den Weg zur Thaya, die in etwa 500 m Entfernung zur Schule fließt. Während der Wanderung entlang des Flusses entdeckten die SchülerInnen Spuren von Biber und Fischotter und erfuhren Spannendes zur Lebensweise der beiden Tiere. Auf einem Masten am Rand der Siedlung war ein Storchennest zu sehen, in dem regelmäßig ein Storchenpaar brütet. Bei unserem Besuch waren keine Tiere mehr anzutreffen, die Brut dürfte in diesem Jahr durch starken Hagel im Frühsommer gestört worden sein. Zum Storch hat die Gemeinde eine besondere Beziehung, da er auch auf dem Wappen zu sehen ist.

Die Wanderung führte vom begradigten Teil der Thaya zu einem naturnahen Abschnitt. Entlang des Flusses wurde der Unterschied zwischen extensiv genutzten Feuchtwiesen, die auch im September noch eine Vielzahl an blühenden Pflanzen aufwiesen und intensiv genutztem Grünland deutlich. Die SchülerInnen lernten dabei den spannenden Lebenszyklus des Wiesenknopf-Ameisenbläulings kennen und erfuhren, was die Bewirtschaftung der Wiesen mit dem Vorkommen des Schmetterlings zu tun hat. Die SchülerInnen lernten auch, dass Bachwiesen nicht nur wertvolle Lebensräume sind, sondern auch als Hochwasserschutz für unsere Siedlungen eine wichtige Rolle spielen.

Nach einem kurzen Picknick am Ufer der Thaya wurden die Kescher ausgepackt und die SchülerInnen machten sich mit Gummistiefeln im flachen Wasser auf die Suche nach Insketenlarven, Muscheln und anderen Kleinlebewesen. Die gefangenen Tiere wurden in Becherlupen und durchsichtigen Kübeln gesammelt und anschließend gemeinsam bestimmt. Die Naturvermittlerinnen erzählten spannende Details zur Lebensweise der gefundenen Arten. Im Anschluss wurden die bestaunten Tiere wieder freigelassen und der Rückweg Richtung Schule angetreten.

Die Presseaussendung dazu findet sich hier!

 


Pöchlarn: Erste Schritte zum Schutz für die Pöchlarner Fledermäuse!

Sommer 2021

Um den Fledermäusen tatsächlich unter die Flügel greifen zu können, müssen wir vorerst einmal wissen, welche Fledermausarten in dem Gebiet vorkommen. Im Zuge dieser Fragestellung haben wir gemeinsam mit GR Benjamin Wippel-Fasching einen Lauschangriff gestartet und im Juli ein Rufaufnahmegerät montiert. Mit diesem so genannten Batcorder werden die Ultraschallrufe der Fledermäuse aufgenommen und den jeweiligen Arten oder zumindest Artengruppen zugeordnet. Da sich nicht alle Arten mit dieser Methode nachweisen lassen, bekommen wir zuerst einmal einen Eindruck, ob Fledermäuse da sind und wie hoch die Aktivität ist.

Die ersten Ergebnisse sind sehr erfreulich. Zunächst einmal die Anzahl an Aufnahmen - in drei Nächten im Juli wurden 578 Rufaufnahmen gemacht, das ist relativ viel. Ähnlich gute Ergebnisse haben wir direkt an Gewässern, da hier sehr viele Fledermäuse aktiv nach Insekten jagen.

Folgende Arten konnten wir im Sommer nachweisen:
- Nordfledermaus (Eptesicus nilssonii)
- Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)
- Fransenfledermaus (Myotis nattereri)
- Wimperfledermaus (Myotis emarginatus)
- Abendsegler (Nyctalus noctula)
- Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)
- Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
- Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus)

Hinzu kommen noch Rufe, die noch nicht eindeutig einer Art zugeordnet werden konnten, aber möglich sind:
- Weißrandfledermaus?
- Zweifarbfledermaus?
- Kleinabendsegler?
- Bechsteinfledermaus?
- Alpenfledermaus?
Hier gilt es, das Vorkommen dieser Arten noch genau abzuklären!

Die Zwergfledermaus ist eine der häufigsten Arten im Brunnenschutzgebiet. Sie ist neben der Mückenfledermaus die kleinste Fledermausart in Österreich, mit 19 cm Flügelspannweite und einem Körpergewicht von 3-5 g. Mit eingeklappten Flügeln passt sie locker in eine Zündholzschachtel. Als Spaltenbewohnerin bezieht sie ihre Quartiere gerne in engen Spalten, oft nur 1-3 cm dick, an Gebäuden: am liebsten hinter Holzverkleidungen oder in Zwischenwänden. Ersatzweise werden auch Fledermausbretter von ihr gerne und gut angenommen.

Hier gibt´s mehr Details zur Zwergfledermaus!


Pöchlarn: Wieso gerade Fledermäuse?

Auch wenn es für einige kaum vorstellbar ist, zieht das Thema „Fledermäuse“ immer wieder neugierige Blicke auf sich und lässt Ohren größer werden. Sie verkörpern in manchen Regionen und Köpfen (leider) noch immer etwas Mystisches, im schlimmsten Fall etwas Negatives. Während sie doch irgendwie faszinieren. In den meisten Fällen siegt die Neugier und auch der skeptischste Mensch möchte mehr über diese kleinen nachtaktiven Säugetiere erfahren!

Wusstest du zum Beispiel,
…dass Fledermäuse die einzigen Säugetiere sind, die aktiv fliegen können?
…dass die kleinsten einheimischen Fledermäuse, die Zwerg- und die Mückenfledermaus, in eine Zündholzschachtel passen und nur so viel wie ein 50 Centstück wiegen (4-5 g)?
…dass einige Fledermausarten weite Strecken zwischen Sommer- und Winterquartieren zurücklegen können? Konkret bis zu 2000 km!

Fledermäuse sind durchaus nützliche Gesellen und Gesellinnen in unserer Landschaft. Sie sorgen für ein Gleichgewicht in der Natur, indem sie sich auf dämmerungs- und nachtaktive Insekten spezialisiert haben, darunter auch für die Landwirtschaft oder unsere Gärten schadhafte Insekten. Daher sollten wir sie nicht vertreiben, sondern im Gegenteil, ihnen dankbar sein. Eine Wochenstube (=Mutter-Kind-Stube) von 100 Muttertieren kann in einer Saison mehr als 1,5 Tonnen Insekten vertilgen. Aufgrund des hohen Energieaufwandes beim Fliegen, benötigen sie besonders viel und eiweißreiche Nahrung. Und der Rest, der unverdaut durch den Körper geht, kann als wertvoller Dünger angesehen werden.

Unter den Fledermäusen finden sich neun besonders gefährdete Arten, die unsere Unterstützung benötigen. Generell sind aber alle Fledermausarten in Österreich geschützt, da sie mit unterschiedlichen Gefährdungsursachen zu kämpfen haben. Ganz oben auf der Liste steht dabei die Zerstörung von Fledermauslebensräumen: Abholzung, Entnahme von wichtigen Leitstrukturen oder das Verschließen von Dachböden, Kirchtürmen und Spalten an Gebäuden. Aber auch der Straßenbau, die Verwendung von Insektengift in Haus und Garten oder auf den Feldern, Windkraftanlagen an ungünstigen Standorten oder falsche und zu starke Beleuchtung sind Faktoren, die sich negativ auf unsere Fledermäuse auswirken.


Pöchlarn: Gehen wir etwas in der Zeit zurück…

Vor 31 Jahren schuf ein engagierter Lehrer mit seinen Schülern und Schülerinnen der ÖKO-Hauptschule Pöchlarn in Kooperation mit der Gemeinde auf einer Fläche von zwei Hektar ein kleines Naturjuwel für Pflanzen und Tiere. Der Grundgedanke war es, in dem Brunnenschutzgebiet für qualitativ hochwertiges Trinkwasser zu sorgen und die Artenvielfalt zu erhöhen. Ein sehr fortschrittlicher Gedanke, der viele Jahre seine Früchte getragen hat und es heute noch tut. Denn diese Fläche ist durch die notwendige Pflege und den Einsatz der Initiatoren nicht nur zu einem geeigneten Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten geworden, sondern wird bis heute regelmäßig und gerne als „Naturlehrgebiet“ genutzt. Wo, wenn nicht direkt in der Natur, lernen Schüler und Schülerinnen am besten die Biologie der Fauna, Flora und ihre Zusammenhänge kennen. Das Erleben der Natur und das Verständnis für die Natur wird vor allem durch die Sinne verstärkt: die Tiere beobachten, die Wiese spüren, das Obst schmecken.

Johann Radinger, ehemaliger Lehrer der Öko-Hauptschule und Initiator des Naturlehrgebietes - Brunnenschutzgebiet der Nibelungenstadt Pöchlarn: „Meine Vision war es, ein Lehrgebiet in der nahen Natur für Schüler und Schülerinnen zu schaffen, um für sie die Natur direkt erlebbar zu machen. Wir haben 70 heimische Gehölzpflanzen ausgebracht, die mit ihren Blüten und Früchten für eine hohe Artenvielfalt sorgen. Auf über 3.000 m² Wiesenflächen wachsen über 340 verschiedene Blütenpflanzen. Ich kann sagen, diese Vision ist mehr als in Erfüllung gegangen!

Wie wir sehen werden profitieren viele Tierarten, darunter auch die Fledermäuse von solchen langfristigen und innovativen Bemühungen!


St. Georgen: Einladung zu den Naturschätzen in meiner Gemeinde

19. Juli 2021

St. Georgen hat in seiner landschaftlichen Vielfalt Anteil am NÖ Schutzgebietsnetzwerk und beheimatet einige kostbare Naturjuwele: Viele sind gut versteckt und wollen entdeckt und wertgeschätzt werden!

Lernen Sie am 18.09.2021 solche besonderen Lebensräume mit ihren Tieren und Pflanzen kennen und erfahren Sie, wie man diese erhalten und schützen kann.

Nähere Infos gibt´s hier!


Persenbeug: Vorstellung des Pflegekonzeptes gemeindeeigener Auwald

16. Juni 2021

Die Auwald-Flächen an der Donau zwischen Gottsdorf und Hagsdorf stellen wichtige Lebensräume im Europaschutzgebiet „Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse“ dar. An der Stauwurzel des Kraftwerks Melk gibt es noch naturnahe Uferbereiche und Auwaldreste, wie sie in weiten Teilen des Nibelungengaus nicht mehr zu finden sind.

Bürgermeister Gerhard Leeb und die Gemeinde Persenbeug-Gottsdorf übernehmen Verantwortung für den Erhalt ihrer Naturschätze. Nach einer ersten naturschutzfachlichen Beratung wurde nun ein Pflegekonzept für die gemeindeeigenen Auwaldflächen an der Donau durch den Landschaftsplaner DI Reinhard Kraus erarbeitet und am 30. Juni der lokalen Einwohnerschaft im Beisein von VertreterInnen der Gemeinde sowie der viadonau bei einer Begehung vorgestellt.

Vorrangiges Ziel der geplanten Maßnahmen ist die Verbesserung des Erhaltungszustands der Auwälder, die als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten aber auch als wichtiges Naherholungsgebiet fungieren. Der bestehende naturnahe Auwald mit Eichen, Linden, Ulmen und Pappeln soll erhalten bleiben und Robinien und Eschenahorn, die als Neophyten nicht standortsheimisch sind, entfernt werden. Entlang der Donauufer wird die Gemeinde dabei auch von der viadonau unterstützt. Die wunderbare Allee aus Altbäumen entlang des Treppelweges soll erhalten bleiben. Gefährdungen durch herabstürzende Äste sollen durch rechtzeitige baumchirurgische Maßnahmen minimiert werden, sodass Fällungen in Zukunft weitgehend vermieden werden können.

Der Kiefernforst soll sukzessive in einen standortsgemäßen Auwald umgewandelt werden. Dabei werden die bestehenden Kiefern streifenweise entfernt und damit der Wald aufgelichtet, um den schon bestehenden Laubbaumunterwuchs zu fördern. Zusätzlich werden heimische Auwaldbäume ausgepflanzt. Das Konzept soll in den nächsten Jahren mit Fördermitteln des Waldumweltfonds umgesetzt werden. BGM Leeb: „Eine lebenswerte Gemeinde und Naturschutz gehören für mich zusammen. Deshalb ist die Rückführung von diesem Teil unseres Gemeindewaldes in einen standortgemäßen Auwald ein wichtiger Schritt.“  Forstexperte Univ.-Prof. DI Dr. Hans-Peter Lang aus Wieselburg lobt das Engagement des Bürgermeisters und die vorbildliche Einbindung der lokalen Bevölkerung in die Vorhaben.

Die Presseaussendung dazu findet sich hier!

Nähere Informationen zu den Europaschutzgebieten in der Gemeinde sowie zum anschließend geplanten LEADER-Projekt finden sich in der Gemeindezeitung!

 


Spannende Entdeckungen am blühenden Blosenberg!

29. Juni 2021

Nach dem erfolgreichen Pflege-Einsatz im Februar begaben sich 12 Naturinteressierte gemeinsam mit den Biologen Irene Drozdowski und Alexander Mrkvicka auf eine spannende Entdeckungsreise zu den steilen Trockenrasen am Blosenberg in Winzendorf.

Im Rahmen der zweistündigen Führung erforschten die Teilnehmer*innen mit den beiden Biologen den herausragenden und artenreichen Lebensraum. Die vielen Anpassungen der Pflanzenwelt an Trockenheit und Hitze faszinierten die Besucher*innen. Echter Gamander, Berg-Gamander, Christus-Augen-Alant, Rauhblatt-Alant und Mauerpfeffer lockten mit ihren Blüten viele Blütenbesucher an.

Zu den zoologischen Highlights zählten die Funde mehrerer in der Vegetation aufgehängter Schneckenhäuser des seltenen Streifen-Schneckenspringers. Diese Springspinne wurde erstmals für den Blosenberg nachgewiesen. Im Frühsommer legt das Weibchen seine Eierkokons in die leeren Schneckenhäuser ab. Dazu befestigt es diese mithilfe von Spinnseide über dem Boden an toten Ästen oder Pflanzen, um der Hitze am Boden zu entkommen.

Auch ein Exemplar des seltenen Großen Rosenkäfers konnte entdeckt werden. Dieser eindrucksvolle Käfer glänzt besonders intensiv grüngold und erreicht die stattliche Länge von fast 3 Zentimetern. Für die mehrjährige Entwicklung benötigt die Art alte Bäume - vor allem Eichen. Weiters reihten sich Weißfleck-Widderchen, eine Höcker-Krabbenspinne, eine Mordwanze, eine junge Steppen-Sattelschrecke und eine junge Gottesanbeterin unter die zoologischen Funde.

Zum Pressetext geht´s hier hier!

 


Persenbeug-Gottsdorf: Einladung Auwaldbegehung - Naturschätze in meiner Gemeinde

16. Juni 2021

Auwälder zählen zu EU-weit geschützten besonders bedeutenden Lebensräumen. Die Donau und ihre Uferbereiche in Gottsdorf liegen im Europaschutzgebiet „Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse“. Die Gemeinde Persenbeug-Gottsdorf übernimmt Verantwortung beim Erhalt ihrer Naturschätze.

Nach einer ersten naturschutzfachlichen Beratung wurde ein Pflegekonzept für den gemeindeeigenen Auwald an der Donau durch den Landschaftsplaner DI Reinhard Kraus erarbeitet, dass bei der Begehung vorgestellt und diskutiert wird. Vorrangiges Ziel des Konzepts ist die Verbesserung des Erhaltungszustands dieses wichtigen Naturraumes.

Konkrete Informationen und die Einladung für den 30. Juni 2021 gibt´s hier!


Nachlese: Naturerlebnis Himberg

12. Juni 2021

Gut besucht von Jung und Alt war der Gemeindetag „Naturerlebnis Himberg“ am 12. Juni! Mehrere Gemeindevertreter, darunter die Gemeinderäte Manfred Mitzl und Herbert Stuxer, hatten schon bei den Vorbereitungen fleißig mitgeholfen, etwa um Wege zu markieren. An drei Stationen entlang der Route konnte sich nun die Bevölkerung über die Besonderheiten im Europaschutzgebiet informieren: Am Neubach erzählten Otmar Grossauer und Franziska Puhm viel Spannendes über Biber, Eisvogel & Co. und verrieten auch, dass die Möglichkeit zur Anlage von Brutröhren für den Eisvogel verbessert werden soll. Während ihrer Ausführungen flog dann zur Freude Aller eine Rohrweihe über das Gelände!

Jan Wünschek vom Gutenhof diskutierte mit dem interessierten Publikum bei der 2. Station Landwirtschaft und Jagd. Dank seines Einverständnisses als Grundbesitzer hatte auch der Vogelbeobachtungsstand errichtet werden können, an dem Erich Kucs nun die 3. Station betreute: Bei einem lustigen Quiz konnten die Besucher üben, Turmfalke, Schwarz- und Rotmilan zu unterscheiden. Bürgermeister Wendl verriet, dass die Gemeinde acht Feldstecher ankaufte, die hinkünftig für Vogelbeobachtungen zur Verfügung gestellt werden sollen, unter anderem für Pädagog*innen im Rahmen des Unterrichts.

Hier finden Sie den Bericht vom Gemeindetag in der NÖN .

 


Frühsommer-Erlebnis am Eichkogel!

8. Juni 2021

Bei unserem letzten gemeinsamen Ausflug präsentiert sich der Eichkogel von seiner schönsten Seite: es blüht, fliegt und zirpt aus voller Kraft! Zwischen den unübersehbaren, prächtigen Exemplaren von Diptam, blutroten Storchschnabel und Co. verstecken sich auch viele kostbare zartere Pflänzchen, eine Smaragdeidechse und attraktive Insekten: vom Pantherspanner, der Blauflügel-Prachtlibelle, dem Argusbläuling, bis hin zu sechs verschiedenen Wildbienen-Arten, bei deren Bestimmung Judit Kerschbaumer hilft. Nach der Auswertung unserer langen Liste, ergänzt durch die vielen schönen Fotos der Schüler*innen von weiteren Arten aus ihren Privatexkursionen, steht fest: Die Biogruppe des BG Bachgasse hat einen neuen Rekord im Arten-Entdecken und -Bestimmen aufgestellt: 250 Tier- und Pflanzenarten am Eichkogel, zwischen September 2020 und Juni 2021! Herzlichen Glückwunsch!

 


Schönberg: „Expedition“ zum geretteten Trockenrasen-Juwel!

3. Juni 2021

Zwei groß angelegte Landschaftspflege-Einsätze freiwilliger Helferinnen und Helfer hatten im Herbst 2020 das Ziel, die Verwachsung einer ehemaligen Hutweidelandschaft am sogenannten „Hirnwickl“ in Schönberg am Kamp zu verhindern. Das beeindruckender Ergebnis konnten 37 Naturinteressierte am 3. Juni 2021 bei einer Exkursion begutachten: Nach dem Entfernen unzähliger Robinen und Sträucher präsentierte sich ein wertvoller Trockenrasen, der bereits mit zahlreichen charakteristischen Pflanzen und Tieren wiederbesiedelt war.

Geschäftsführende Gemeinderätin Valerie Ertl (Die Grünen) begrüßte die Teilnehmer am Bahnhof von Schönberg. DI Reinhard Kraus von der Forschungsgruppe LANIUS führte einen Teil der Besucher über den Schönberger Waldlehrpfad zum Ziel. Dr. Martin Scheuch, Hochschulprofessor für Biologiedialektik, marschierte mit der zweiten Gruppe über den steileren, aber landschaftlich besonders reizvollen „Ziegenpfad“ zum Hirnwickl.

Wie sehr die von Buschwerk und Bäumen frei geschnittenen Flächen sich seit ihrer Nutzung als Weide vor etwa 100 Jahren verändert hatten, dokumentierten die Exkursionsleiter mit Fotos und Postkarten aus diesem Zeitraum. Gleichzeitig machten sie die Teilnehmer auf botanische Besonderheiten der Gegend aufmerksam.

Die Teilnehmer entdeckten nicht nur mit Hilfe der Fachleute seltene geschützte Pflanzen wie Kuhschelle, Wilde Kerbel, Wermut, Steinfeder – auch Freuenhaar genannt – und Diptam. Auch der Botaniker und Pflanzensystematiker Manfred A. Fischer bereicherte als Mitwanderer die Exkursion durch sein beeindruckendes Wissen.

Die Exkursion machte jedenfalls die wichtige Rolle des besonders artenreichen unteren Kamptals als „Biodiversitäts-Hotspot“ deutlich.

Möglich waren die Maßnahmen durch Unterstützung des Naturparks Kamptal Schönberg unter Leitung von Ing. Helmut Diewald und Bürgermeister Ing. Michael Strommer, sowie des Landes NÖ und des Forschungsvereins Lanius. Organisiert hatten die Wanderung die Gemeinderätinnen Maria Pinter und Valerie Ertl (Die Grünen) im Rahmen der Initiative „Naturlandschätze: Beratungs- und Bildungsangebote für Gemeinden im NÖ Schutzgebietsnetzwerk“ in Kooperation mit Gemeinde und Naturpark. Der große Erfolg der Wanderung lässt auf eine Wiederholung im kommenden Herbst hoffen.

 


Himberg: Auftakt zu den Naturlandschätzen!

1. Juni 2021

Bereits 2018 informierte Erich Kucs die Vertreter des Gemeinderats von Himberg über Ziele und Möglichkeiten des Natura 2000 – Netzwerks, sowie über die naturräumlichen Besonderheiten im Europaschutzgebiet in Himberg. Am 12. Juni 2021 sind nun Gemeindevertreter und Bürger zum „Naturerlebnis Himberg“ eingeladen: Bei einem etwa 5km langen Rundgang (siehe Treffpunkt und Route hier) mit drei Stationen kann unter anderem die einzigartige Vogelwelt in den Feuchtwiesen beobachtet werden. Siehe dazu die Ankündigung in der NÖN hier.

 

 


Leitzersdorf: Das Projekt ist eingereicht!

28. Mai 2021

Beim 3. Projektgruppentreffen am 21.5. werden die eingelangten Preisauskünfte für die insgesamt sechs verschiedenen Gewerke, die die Projektbausteine von der Pflege über fachliche Begleitung bis zur Erstellung und Produktion eines Buchs über den Waschberg beiinhalten, sondiert und die jeweiligen Bestbieter ausgewählt. Nun geht es daran, alle Unterlagen entsprechend der Vorgaben zur Fördereinreichung zusammenzustellen.

Am 28. Mai ist es soweit: die Gemeinde Leitzersdorf reicht das Projekt „Kulturlandschaft gemeinsam erhalten“ zur Förderung unter der Maßnahme 7.6.1 Projektnaturschutz bei der Förderstelle, der NÖ Naturschutzabteilung, ein! Dank der guten Zusammenarbeit in der Projektgruppe und mit dem Gemeinderat konnten alle Unterlagen rechtzeitig fertiggestellt und der Stichtag erfolgreich eingehalten werden!

 


Entdecke die bunte Vielfalt am Blosenberg

25. Mai 2021

Der Trockenrasen am Blosenberg gehört zu den wertvollsten Naturflächen der Region! Wir laden Dich herzlich ein, gemeinsam mit uns seine Vielfalt am 29. Juni zu entdecken!

Am steilen, felsigen Hang des Blosenbergs zeigt sich auf den Trockenrasen jedes Jahr eine Blütenpracht mit Großer Kuhschelle, Goldschopf-Aster und vielen mehr. Von ihnen leben zahlreiche Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge. Eine große Besonderheit sind außerdem die vielen Felsbereiche mit zahlreichen Bodenflechten und Moosen sowie die Flaumeichen mit zahlreichen Gallen. Entdecke gemeinsam mit unseren BiologInnen zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen und ihre faszinierenden Anpassungen zum Überleben in der Steppe an der Thermenlinie, einem der artenreichsten Gebiete Mitteleuropas.

Nähere Infos gibt´s hier!


Natur spüren in der Zeiselmaurer Au

28. Mai & 10. Juni 2021

Am 28. Mai und am 10.Juni unternahmen die beiden 4.Klassen der VS Zeiselmauer eine Exkursion in die Au, in den Teil des „Europaschutzgebiet Tullnerfelder Donauauen“, der sozusagen vor der Schultüre ist.

Die Durchführung samt Vor- und Nachbereitung erfolgte im Rahmen des Programmes „Naturlandschätze – Meine Gemeinde macht mit“ im Auftrag des Landes NÖ und in Kooperation mit naturschutzakademie.at.

Sie lernten vom Auwald allgemein, wie die Donau den Auwald und seine Gewässer geprägt hat und welche besonderen Tiere und Pflanzen darin vorkommen. Unter der fachlichen Leitung von Frau Wrbka-Fuchsig und Frau Skutan durchwanderten die Schüler*innen, begleitet vom Herrn Bürgermeister Pircher durch den Auwald. Schon an der schönen Bie, die eine wichtige „Lebensader“ darstellt, durfte auf einem Baumstamm gerastet und die von Hrn. Bürgermeister mitgebrachte Jause im Anblick des Wassers und blühender Schwertlilien, genossen werden.

Schon beim Sitzen am Totholz-Baumstamm wurde eine große Holzwespen-Schlupfwespe entdeckt und deren langer Legebohrer in der Becherlupe betrachtet. Diese Art legt ihre Eier in die Larven der holzzersetzenden Holzwespe, ist also ein „Nützling“, da sie den Schädling „Holzwespe“ parasitiert. Allerdings leben die meisten Holzwespen nur in morschem Holz.

Eisvogel und Pirol sind wunderbare Vögel der Au, die nur selten zu sehen sind, öfter kann man ihre Stimmen hören. Die Au ist ein wüchsiges Ökosystem mit den Baumarten (Schwarz-, Silber- und Hybrid-)Pappel, Weiden, Eschen, Traubenkirsche und Eichen, als Sträucher v.a. Holunder, Roter Hartriegel, Schneeball und Weißdorn, die die Kinder kennenlernten.

In der Nähe des Schotterteichs konnten Spuren vom Biber entdeckt werden. In einem kleinen Auwaldbereich fand man noch alte Flatterulmen und liegendes und stehendes Totholz, das sehr interessant war zu untersuchen und es Freude bereitete, darauf entlang zu balancieren (über einen trockengefallenen Graben). Im Totholz wurde noch eine sehr große Kreuzspinne, zahlreiche Asseln, Tausendfüßer und Spuren anderer interessanter Tiere gefunden.

Insgesamt war es ein Erlebnis, wie vielfältig und dschungelartig so ein richtiger Auwald ist! In alten Bäumen und im Totholz können noch sehr viele Tiere wie zB. auch Fledermäuse und Eulen wohnen und Insektenlarven sich entwickeln. Der Wert von Altbäumen als Lebensraum und als Klimaregulator wird im Gedächtnis bleiben, da er so hautnah erlebt werden konnte.

Hier geht es zu den Berichten von unseren Aktivitäten im Amtsblatt von Zeiselmauer: Juni-Ausgabe und September-Ausgabe


Rabensburger Naturschätze erleben

21. Mai 2021

Die Exkursion ins Naturschutzgebiet „Rabensburger Thaya-Auen“ stieß auf großes Interesse in der Bevölkerung, zeigte sich doch die Landschaft von ihrer schönsten Seite. Rotmilan und Seeadler, eine vielfältige Blütenpracht und spannende Geschichten ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Als „Hausherr“ begleitete Bürgermeister Wolfram Erasim die 25-köpfige Gruppe. Einige Gemeinde-Mitarbeiter nutzten die Gelegenheit, um sich über geplante Maßnahmen der Landschaftspflege, etwa die Eindämmung überhandnehmender „Neophyten“ wie Eschenahorn und Götterbaum, zu informieren. Auch die Pflege charakteristischer Landschaftselemente wie der „Kopfweiden“ war ein Thema, welches von den Betreuern des Rabensburger Naturlandschätze-Projektes, Werner Lazowski und Ute Nüsken, erläutert wurde. Am „Tor zur Au“ besichtigten wir den renaturierten Kleinen Mühlteich und lernten einige der Wiesenpflanzen auf der Gemeindewiese, dem „alten Sportplatz“ der Rabensburger, kennen. Dabei zeigte sich, wie wichtig eine regelmäßige, „traditionelle“ Bewirtschaftung, d. h. Mahd oder Beweidung, aber auch ein intakter Wasserhaushalt für die Au sind. Naturnahe Stromtalwiesen, wie sie im Naturschutzgebiet noch vorkommen, zählen übrigens zu den artenreichsten Wiesen des Tieflandes. Seit kurzem grast auf den Rabensburger Bauernwiesen eine Rinderherde; das ambitionierte Beweidungsprojekt, vorgestellt von den lokalen Landwirten, begeisterte ganz besonders. Die March-Thaya-Auen – immer wieder ein Erlebnis!

 


Ankündigung: Schultage in der Au von Zeiselmauer

18. Mai 2021

Am 28. Mai und am 10. Juni dürfen die beiden 4.Klassen der VS Zeiselmauer einen besonderen Tag im „Europaschutzgebiet Tullnerfelder Donauauen“ in Zeiselmauer erleben. Im Rahmen des Projektes „Naturlandschätze NÖ“ werden die Schüler*innen das Schutzgebiet Au und den Wert alter Bäume und Totholz kennen und schätzen lernen. Durch angeleitetes Selbsterforschen erfahren die Kinder vor Ort mit allen Sinnen den Auwald und seine Lebewesen.

Mit dem Ökosystem Au machen sie durch spielerische Auseinandersetzung Bekanntschaft und können die Besonderheiten alter Auwaldbäume entlang der Bie, die sich als „Lebensader“ durch den Auwald schlängelt und für viele Tierarten ein wichtiger Lebensraum ist, erforschen und in einem kleinen “Tagebuch“ festhalten.

Nähere Infos gibt´s hier!


Gemeinsamer Ausflug 2.2 auf den Eichkogel

11. Mai 2021

Heute darf die zweite Hälfte der Bio-Gruppe raus, um den Frühlingsaspekt bei herrlichen Frühsommer-Temperaturen genauer unter die Lupe zu nehmen, diesmal mit Johanna und Helmut im Betreuerteam. Der Eichkogel erstrahlt im gelben Blühaspekt verschiedener Wolfsmilch-Arten und Ginster, und seit letzter Woche haben buntschillernde Goldwespen, Soldatenkäfer, Puppenräuber, Erdbock, Trauerrosenkäfer und andere Insekten ihren Weg zu den Blüten gefunden! Johanna kitzelt Grillen aus den Löchern und die Schüler*innen wissen gleich, welches die Weibchen sind! Geschickt wird alles fotografiert. Mittlerweile ist die Artenliste auf beachtliche 174 Arten angewachsen!

 


Einladung zur Exkursion in Rabensburg!

9. Mai 2021

Erkunden Sie am Freitag, 21. Mai mit uns die Rabensburger Thaya-Auen am „Tor zur Au“ und weiter auf den „Bauernwiesen“ in Richtung Thaya. Auf der Gemeindewiese und am „Kleinen Mühlteich“ erfahren wir Interessantes über die Lebensräume des Naturschutzgebietes, ihre Tier- und Pflanzenwelt, über die Bewirtschaftung der Auwiesen und, am Beispiel der alten Kopfweiden, auch über die Landschaftspflege. Mit etwas Glück werden wir Osterluzeifalter, Großen Feuerfalter und einige der Greif- und Wasservogelarten dieses europaweit bedeutsamen Vogelschutzgebietes beobachten können, nicht zuletzt unsere Weißstörche. Weitere Details finden Sie hier in der Einladung.

 


Gemeinsamer Ausflug 2.1 auf den Eichkogel

4. Mai 2021

Corona-Schichtbetrieb im BG Bachgasse! Also darf nur die halbe Bio-Gruppe, 12 Kinder, mit Prof. Weiss, Prof. Käfer, Thomas und Julia den Eichkogel erforschen. Die 12 Schüler*innen sind hochmotiviert und bestimmen allerlei Blumen und Schmetterlinge, sowie den Zilpzalp. „Ist das derselbe Falter wie vorhin?“ „Nein, dieser ist nicht tot!“ Neben diesem Kleinen Perlmuttfalter bestimmen sie unter anderem Aurorafalter, Tintenfleckweißlinge oder den Kurzschwänzigen Bläuling, und schicken gleich fleißig Fotos für die Artenliste. Diese ist schon ganz schön lang – denn viele Schüler*innen haben die letzten Monate auch selbständig für Erkundungen am Eichkogel genutzt und die Naturvielfalt mit wunderschönen Fotos dokumentiert!

 


Leitzersdorf: Zweites Projektgruppen-Treffen

3. Mai 2021

Im Zuge Projektentwicklung wurden detaillierte Fachrecherchen durchgeführt, sowie mehrere Vorbegehungen mit verschiedenen Ökologen und Ökologinnen, die schon seit Jahren naturschutzfachlich bedeutende Organismengruppen am Waschberg erforschen. Die ExpertInnen geben wertvolle Hinweise über Vorkommen und Ansprüche charakteristischer Tier- und Pfanzenarten am Waschberg, und diskutieren die Anforderungen der Organismen an die Pflege mit dem Projektteam. Werner Stark, seines Zeichens Experte für Nachtfalter, meint sogar: „Der Waschberg ist für Kleinschmetterlinge sicher ebenso bedeutend wie der Bisamberg!“ Auf Basis der Recherchen können Ausschreibungs- und weitere Unterlagen für die Fördereinreichung erstellt und beim 2. Projektgruppentreffen in der Gemeinde am 3. Mai geprüft und erweitert werden.

 


Erstes Projektgruppen-Treffen in Leitzersdorf!

20. April 2021

Bei der Auftaktbesprechung der Waschberg-Projektgruppe im Gemeindeamt Leitzersdorf am 20. April wurde zunächst der Rahmen abgesteckt: Was ist zu tun, welche Fristen sind einzuhalten, wer kümmert sich um welche Aufgaben? Dann ging es gleich zur Sache: die Arbeitspakete und deren Inhalte wurden besprochen. Ausführlich diskutiert wurde u.a. die Frage, wie die Landschaftspflege im Detail aussehen kann, welche Arbeitsschritte daraus resultieren, und wie die Bevölkerung vor Ort einbezogen werden kann.

Ergebnis dieser umfangreichen Projektgruppensitzung waren u.a. eine inhaltliche Schärfung des Projektes, eine Vorgangsweise zur Einbeziehung weiterer am Projekt interessierter Personen, sowie ein Zeitplan für die Aufbereitung der Unterlagen für die Preisauskünfte für die jeweiligen Arbeitspakete. Bürgermeisterin Sabine Hopf zeigt sich sehr zufrieden mit dem Projektfortschritt.

 


Ein neues Zuhause für den Wiedehopf in Leitzersdorf?

8. April 2021

In den letzten Jahren wurde der ehemals am Waschberg brütende Wiedehopf immer wieder am Durchzug gesehen. Ob ihm bloß die richtige Unterkunft fehlt, um hier zu brüten? Daran soll es nicht scheitern, befand Franz Sommerer aus Leitzersdorf! Nach gründlichen Recherchen und angelehnt an das erfolgreiche Vorbild vom Wagram krempelte er die Ärmel hoch und zimmerte mit viel Liebe zum Detail drei pipifeine Nistkästen! Rechtzeitig vor dem Saisonstart hängten wir sie, verteilt über den ganzen Waschberg, an geschützten Plätzchen auf. Oder besser: stellten sie auf! Denn Erfahrungen haben gezeigt, dass der Bruterfolg am größten ist, wenn sich das Einflugloch nur 50cm über dem Boden befindet: damit es sich nicht etwa Stare zuerst gemütlich machen! Nun heißt´s Daumen drücken: Dürfen wir uns heuer schon über das wohltönende „up-up-up“ des prächtigen Vogels freuen? © Wiedehopf-Foto: Arturo Nikolai CC BY-SA 2.0 (wikimedia)

 


Leitzersdorf: Gemeinderat beschließt Projekteinreichung!

25. März 2021

„Was passiert, wenn wir jetzt nichts tun?“ war die intensiv diskutierte Frage bei der Präsentation des Projektvorschlages, den Julia Kelemen-Finan in der Sitzung am 18. März im Gemeindevorstand in Leitzersdorf vorstellte. Corona-bedingt konnten sich darüber hinaus die Gemeinderäte online zuschalten.

Wie es am Waschberg in 20-30 Jahren aussehen wird, wenn „nichts passiert“, lässt sich vom Zustand weiter Bereiche und der Geschwindigkeit, wie die Verbuschung in den letzten 20-30 Jahren vorangeschritten ist, gut ableiten: Reste der bunt blühenden Halbtrockenrasen würden bestenfalls rund um das Gipfelkreuz erhalten bleiben. Dass den Leitzersdorfer*innen die Erhaltung ihrer schönen Blumenwiesen am Herzen liegt, wurde am Ergebnis der nachfolgenden Abstimmung im Gemeinderat deutlich: Der Kooperationsvereinbarung wurde per Umlauf mit 25. März fast einstimmig zugestimmt!

 


Gemeinsames Anpacken am Waschberg!

6. März 2021

Bereits um 8 Uhr des frostigen Samstag-Morgens trafen sich etwa 30 freiwillige Gemeindebürger in Wollmannsberg, am Fuße des Waschbergs, zur gemeinsamen Anfahrt zum Einsatzort. Die örtlichen Helfer steuerten nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern auch eigene Fahrzeuge, Maschinen und Geräte bei. Landwirt Reim sen. hatte seinen Traktor-Anhänger sogar komfortabel mit Strohballen zum Sitzen für die holprige Anreise ausgestattet!

Die fleißigen Helfer arbeiteten in drei Gruppen: eine Gruppe verlud „Ballons“ der von Thomas Holzer & Team bereits vorgeschnittenen Gehölze auf den Anhänger zum Abtransport. Eine weitere Gruppe stopfte Grasmulch (und auch ein bisschen frischen Schnee) von den erstmals gemähten Bereichen in Big-Bags. Die dritte Gruppe arbeitete „im Steinbruch“: Die Mulde, wo vor hundert Jahren noch Kalkstein abgebaut wurde, ist jetzt Lebensraum für Frauenschuh, Mücken-Händelwurz und Schlingnatter. Um diese und viele weitere besondere Arten zu erhalten, wurde behutsam und selektiv ein Teil der immer stärker überhand nehmenden Gehölze entfernt. Bürgermeisterin Hopf hatte drei große Container für den Gehölzschnitt und Grasmulch zustellen lassen. Herr Reim und sein Frontlader leisteten ganze Arbeit, das viele Material hineinzustopfen!

Zu Mittag war das Tagwerk erledigt und die fleißigen Helfer entsprechend stolz! Die Gemeinde stellte unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen eine üppige Jause bereit. Die Stimmung war ausgezeichnet. Gemeinsames Anpacken macht Spaß und ist gerade in Corona-Zeiten eine willkommene Abwechslung. "Das machen wir wieder!" Hier finden Sie auch einen Bericht in der NÖN.

 


Schönberg: Trockenrasen-Wanderung

14. Mai 2021

Nach zwei erfolgreichen Pflegeeinsätzen gibt es eine geführte Wanderung zu den dadurch geretteten Naturjuwelen! Am 20.März - Treffpunkt um 14:30 Uhr beim Bahnhof Schönberg. Nähere Infos gibt´s hier!

 

 


44 Freiwillige im Einsatz für die wertvollen Trockenrasen am Blosenberg

6. Februar 2021

Das nebelige Wetter konnte am 6. Februar die Naturbegeisterten - ausgerüstet mit Astscheren, Krampen und Motorsäge - nicht davon abhalten, den Blosenberg nach über fünf Jahren erstmals wieder von Gehölzen zu befreien.

Herausragende biologische Vielfalt am Blosenberg

Der Blosenberg liegt am südwestlichen Rand der Gemeinde Winzendorf und berherbergt eine äußerst wertvolle Lebensgemeinschaft: die Trockenrasen. Sie sind die buntesten, arten- und insektenreichsten Offenland-Lebensräume in Mitteleuropa. Auf den wertvollen Flächen am Blosenberg zeigt sich jedes Jahr eine Blütenpracht mit Großer Kuhschelle, Goldschopf-Aster und vielen anderen seltenen Pflanzen. Von ihnen leben wiederum zahlreiche Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge. Auf Grund fehlender Beweidungs- und Entbuschungs-Maßnahmen hatten sich Gehölze bereits stark ausgebreitet und die Fläche drohte zuzuwachsen.

Landschaftspflege dringend notwendig

Um diese besondere Vielfalt zu erhalten, waren daher dringend Maßnahmen notwendig. Aufgrund der regen Teilnahme von 44 Helfer*innen der Naturfreunde Winzendorf und des Landschaftspflegevereins Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken im Rahmen des Projektes Naturlandschätze war der Pflegeeinsatz ein voller Erfolg. Nach einer biologischen Einführung durch Biologin Irene Drozdowski wurde die Fläche gemeinsam von großen und kleinen Büschen befreit. Viele kleine Eichenbüsche wurden geschnitten, Liguster und Blutroter Hartriegel mit dem Krampen ausgehackt. Auch eine Motorsäge war im Einsatz. Wertvolle Gehölze wurden von den betreuenden Biolog*innen mit Absperrbändern markiert und so erhalten. Das waren z.B. Schlehen, die wichtige Futterpflanzen für viele Schmetterlinge wie den Segelfalter sind, oder ausgewählte kleine Eichen mit den besonderen Eichengallen. Auf den freigeschnittenen Flächen gibt es nun für die seltenen Trockenrasen-Arten wieder mehr Lebensraum. Bürgermeisterin Ernestine Sochurek ist begeistert vom engagierten Einsatz: „Die Erhaltung von außergewöhnlichen Naturflächen ist mir ein sehr großes Anliegen und Landschaftspflege im allgemeinem wichtig. >Die größte Gefahr für unseren Planeten ist der Glaube, dass jemand anderes ihn rettet.< (Robert Swan) Deshalb müssen wir als Gemeinde gemeinsam mit der engagierten Bevölkerung Aktionen setzen.“

Entdeckungen zum Staunen

Die Arbeit wurde mit so mancher spannenden Entdeckung belohnt: so machte es sich eine Winterlibelle – die einzige mitteleuropäische Libellenart, die den Winter als erwachsenes Tier verbringt - auf einer Haube gemütlich. Die Puppe eines Segelfalters blitzte schlecht getarnt in giftgrüner Farbe aus einer Schlehengruppe hervor. (Die Winterpuppen sollten eigentlich gelblich gefärbt sein.) Gelege von Gottesanbeterinnen sorgten bei noch weniger erfahrenen Helfer*innen für Staunen und auch zahlreiche Eichengallen, die Kinderstuben verschiedener Gallwespen, waren in ihrer faszinierenden Formenvielfalt zu bewundern. An einigen wenigen, besonders geschützten Stellen streckten bereits einzelne Kuhschellen ihre behaarten Knospen aus dem Boden. Noch viel mehr Naturbesonderheiten gibt es am 27. April 2021 um 17 Uhr zu entdecken. Dann bietet das Projekt Naturlandschätze gemeinsam mit den Biolog*innen des Landschaftspflegevereins eine kostenlose Naturführung auf den Blosenberg an.

Die Aktivitäten am Blosenberg finden in Kooperation von Naturlandschätze Niederösterreich, Landschaftspflegevereins Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken, Naturfreunden Winzendorf und der Gemeinde Winzendorf-Muthmannsdorf statt.

 


Winzendorf: Trockenrasen-Pflegeeinsatz

4. Februar 2021

Winzendorf will die bunte Vielfalt am Blosenberg erhalten. Nimm am Pflegeeinsatz für die Trockenrasen teil! Am 06. Februar - Treffpunkt um 09:00 Uhr am Römerweg 339. Nähere Infos gibt´s hier!

 

 


Schönberg: 2. Pflegeeinsatz am Hirnwickl!

7. November 2020

Zwei Wochen nach dem ersten Anpacken fanden sich am 7.11. bei strahlend schönem Wetter nochmal etwa 30 Personen ein! „Ich finde es großartig, dass so ein Einsatz organisiert wird und wieviele Menschen sich da engagieren“, meint Buchautor und „Kamptal-Urgestein“ Werner Gamerith, der tatkräftig beim Einsatz mithalf. Gemeinderat Stefan Glaser versteht die Aktion als Start-Veranstaltung für weitere Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität im Naturpark Kamptal-Schönberg. „Gerade in dieser Zeit der Krisen tut es gut, sich in so einem gemeinschaftlichem Werkln für die Natur einzusetzen: ein Krafttraining für Körper und Geist. Alle haben gute Stimmung mit nach Hause genommen!“. Die Gemeinde Schönberg unterstützte die Aktion auf den gemeindeeigenen Flächen durch corona-gerecht vorgepackte Jausenpakete. Ein Großteil des Werkzeugs wurde durch den Naturschutzverein LANIUS zur Verfügung gestellt.

Der Einsatz der Freiwilligen wurde auch durch einen Bericht in der NÖN gewürdigt!

 


Eichkogel: Fleißige Fotograf*innen

4. November 2020

Die Schülerinnen und Schüler des BG Bachgasse sind nicht nur fleißige „Anpacker“, wie zuletzt in der Pflegewoche am Eichkogel im Oktober, sondern haben auch gute Augen und Händchen für schöne Fotos! Lasst Euch überraschen, wie viele neue Arten im letzten Monat, insbesondere in den Herbstferien, bei ihren Ausflügen auf den Eichkogel zur Liste hinzugekommen und wunderschön fotografisch festgehalten worden sind!

 


Schönberg: Schweißtropfen beim Anpacken

24. Oktober 2020

Trotz strömenden Regens zum Start der Veranstaltung hatten sich einige Hartgesottene am „Hirnwickl" in Schönberg eingefunden. Nach einer kurzen Einführung in die Ökologie der Trockenrasen und dem Beschluss aus Sicherheitsgründen den Einsatz vom Steilhang zu den verbuschenden Terrassen „Im Schütt“ zu verlegen, hatte der Wettergott ein Einsehen und ermöglichte doch noch einiges an Schweißtropfen beim Anpacken für die Trockenrasen im Naturpark Schönberg-Kamptal. Mit vollem Einsatz bis zu den Abendstunden konnten insgesamt 13 TeilnehmerInnen die ehemaligen Weinterrassen beim Walderlebnispfad von den aufkommenden Gehölzen befreien und damit einen offenen Trockenrasen wiederherstellen, der neben Lebensraum für Kuhschelle und Co. auch einen tollen Aussichtsplatz für die Bevölkerung bietet. Für die Daheimgebliebenen (insgesamt waren 29 Leute angemeldet) gibt es am 7. 11. eine zweite Möglichkeit für einen Einsatz für die Natur in Schönberg. Bei hoffentlich von Beginn weg schönem Wetter wollen wir den „Hirnwickl“ bearbeiten - bei ersten Mahd- und Schwendearbeiten am 24.10. konnte hier ein Vorkommen des seltenen Diptams gefunden werden!

Neben hat Martin Scheuch auch eine Einführung für die App „Inaturalist“ gemacht hat, mit der wichtige Daten zu Arten im Unteren Kamptal gesammelt werden können.

 


Schönberg: Trockenrasen-Pflegeeinsatz

14. Oktober 2020

Schönberg übernimmt Verantwortung beim Erhalt seiner Naturjuwele. Nimm teil am Pflegeeinsatz für die Trockenrasen im Naturpark! Am 24. Oktober - Treffpunktt um 10:00 Uhr beim Aussichtspunkt Schönbergblick. Nähere Infos gibt´s hier!

 

 


Eichkogel: Naturvielfaltkalender startet

29. September 2020

„Warum gehst Du da hin?“ „Weil´s da verwunschen ist!“, fanden zwei Schülerinnen des Mödlinger BG Bachgasse bei ihrem ersten Ausflug im Rahmen des Projektes „Naturvielfaltkaltender: Der Eichkogel im Wandel der Jahreszeiten“. Die Pädagog/innen Herfried Weiss und Lisbeth Käfer freuten sich über den Tatendrang ihrer Schüler/innen, trotz nicht ganz optimaler Wetterbedingungen. Die Jugendlichen entdeckten und bestimmten unter fachkundiger Anleitung 36 verschiedene Tier- und 14 Gehölz-Arten! Am prominentesten vertreten: Die Heu- und Fangschrecken mit 14 Arten! Zum Abschluss wurden Gottesanbeterin und Flaumeiche zu den Favoriten gekürt!

Über den Forschergeist der Schülerinnen und Schüler haben sogar die Bezirksblätter und der Kurier berichtet!!